Den meisten meiner Stammleser dürfte das Wortgebilde „YammaKorg“ mittlerweile ein vertrauter Begriff sein, beschäftige ich mich doch schon geraume Zeit mit einem so genannten Projekt.
Erklärtes Ziel dabei ist, aus mehreren Keyboards unterschiedlicher Hersteller die mir „am best erscheinenden Eigenschaften“ in einem einzigen Key so gut es geht darzustellen.
Den weitaus meisten Keyboardspielern mag das sinnlos erscheinen, besitzen sie doch genau das Keyboard, das sie schon immer so wollten, das sie schon beim ersten Testen im Musikladen sofort begeisterte.
Und da reichen dann auch meist einfache Bearbeitungsmöglichkeiten im Style-, Sound- und Effektbereich völlig aus, um da noch ein klein wenig nach eigenen Geschmäcklen zu schrauben.
Stärkere Hilfsmittel stehen auch mir nicht zur Verfügung, meine technischen Fähigkeiten reichen in keiner Weise aus, irgendetwas am Betriebssystem der Keyboards zu manipulieren.
Also muss ich mich in die vorhandenen Möglichkeiten der Bearbeitung von einzelnen Keyboardbereichen so tief einarbeiten, wie dies nur möglich ist. Natürlich muss es in dem Fall dann auch ein Keyboard geben, das überhaupt über solche Möglichkeiten verfügt.
Und die Korg Pa-Modellreihe ist dafür wie geschaffen.
Glücklicherweise habe ich dies ziemlich schnell begriffen, nachdem ich als im Stich gelassener Roland User auf Korg umgestiegen bin.

Yamaha Keyboards gefielen und gefallen mir noch heute nur dann, wenn sie von anderen gespielt werden, und auch nur dann, wenn es sich um Standardwerke handelt, die man mit keiner bekannten Vorlage vergleichen kann oder muss. Das „Tonmaterial“ und einzelne Style Variationen hat und haben mich immer schon beeindruckt (wenn richtig eingesetzt).

So bin ich dann schließlich bei Korg gelandet, nicht weil mir diese Keyboards besonders gefielen, sondern weil sie als einzige über die technischen Möglichkeiten verfügen, sie in den Zustand zu versetzen, in dem sie einem gefallen.

Trotzdem erwischte ich mich bei meinem Händler immer mal wieder klimpernd hinter einem Tyros oder PSR…..

Und ich sagte mir:“….irgendwann, wenn ich mit dem Tingeln aufhöre, kaufe ich mir so ein Yamahading, nur so zum Klimpern….“
Nun, ich habe mit dem Tingeln aufgehört, habe mehr Zeit zum Klimpern, aber immer noch kein Yamahading. Wir sind wieder am Anfang, siehe oben…..
Nein, weiter geht’s.
Weil für mich die Bedienung, die Haptik, eben alles außer den „vorgegebenen Ohrenanteilen“ bei Korg sehr zusagt und dort auch außergewöhnliche Bearbeitungsmöglichkeiten vorhanden sind, werde ich mir eben keine Yamaha Kiste zulegen, sondern mich in einem Korg Keyboard an das, was mir bei Yammis so gefällt heranschrauben!
Und nun will ich berichten, wie weit mein YammaKorg Projekt mittlerweile gediehen ist.
Es begann so ziemlich holprig, wie alles so ziemlich holprig beginnt, wenn man so ziemlich planlos wie der Hannes in die Nüsse springt.
 
YammaKorg Klappe, die erste:
Mein Pa3X MUSIKANT sollte mit ein paar Favorite Bänken Platz für meinen YammaKorg spenden. Mein Alleinunterhalter Repertoire sollte dabei nicht angekratzt werden.
Rechtzeitig genug merkte ich, dass dies in vielerlei Hinsicht nicht zusammen passte.
 
YammaKorg Klappe, die zweite:
Eine Zeit lang benutzte ich meinen älteren Pa800 ausschließlich zum Erstellen von Styles für meine Downloadseite. Diese Styles wurden mit zwei zusätzlichen FILL INs belegt und auch in der „Sound Abteilung“ dem Pa3X angepasst und somit auch für diesen zum Download bereit gestellt.
Nun spielt meine frühere Duo Partnerin Gaby ebenfalls noch immer den Pa800. Sie war von meinem YammaKorg Projekt sofort begeistert und regte nun an, meinen Pa3X doch so zu belassen, wie er ist, quasi als das Keyboard für „draußen“ und den Pa800 für mein Vorhaben komplett zu nutzen.
Auch wenn man da ein ganz klein wenig „Eigennutz“ unterstellen darf, so lag sie damit gar nicht mal so daneben.
Vorschlag also angenommen, alle Daten des Pa800 gesichert und die Kiste in den Urzustand versetzt.
Fortan wurden die üppig vorhandenen Leerplätze in den Factory Stylebänken mit neu erstellten „YammaKorg Styles“ aufgefüllt. Die Favorite Bänke sollten dann die Titelbezogenen Styles aufnehmen.
Aber halt, wollte ich nicht einen dieser neutralen Klimperkasten bauen, so wie ich die beim Händler vorfinde?
Da braucht es wahrlich nicht die Menge an freien Plätzen für Titelbezogene Styles.
Also, ein letztes mal „Kommando zurück!“
YammaKorg Klappe, die dritte:
Die ursprünglich leeren Plätze in den Factory Stylebänken sind wieder leer. Dort werde ich - je nach Genre - solche Titelbezogene Styles unterbringen, auf die Gaby nicht verzichten möchte, und Hand aufs Herz, da gehe ich gerne mit.
Die Favorite Bänke sind nun die Heimat meiner neu erstellten YammaKorg Styles. Und mittlerweile ist diese Anordnung schon so weit fortgeschritten und findet auch so meine vollste Zufriedenheit darüber, dass dies auch letztendlich so ich hoffe zum Fortbestand führt.
 
Eines habe ich bisher noch nicht erwähnt.
Natürlich wäre es schon etwas vermessen, nur wegen den paar „korgunüblichen“ Styles von einem „völlig neuen“ Keyboard zu faseln.
Zu meinem Projekt gehören neben diesen Styles auch neu zusammengestellte Drumkits, editierte Sounds und auch neue, die einzelnen Styles unterstützende Pads. Die Performance Bänke werden nach und nach völlig neu belegt.
Auf der Download Seite sind allerdings aus diesem Gesamtpaket nur die Styles zu laden.
Da Korg seine Datensätze nämlich innerhalb seines Betriebssystems nach Speicherplätzen und nicht nach Dateinamen verlinkt, macht es schon Sinn - will man Chaos im System anderer User vermeiden -  eben nur die Styles zu teilen.
Und sollte es jetzt einige geben, die diesen Sinn des letzten Satzes nicht durchschauen, zeigt dies nur, wie recht ich damit habe.
 
Ich werde bald wieder über den Stand meines YammaKorg berichten.